Beitrag 14: Off-Topic: Wege zur Glückseligkeit - Eruierung von Eric Funke

Die Gedanken von Eric Funke zu den Wegen zur Glückseligkeit

 

 

Ich unterscheide hier drei verschiedene Formen, die dafür in Betracht kommen:

 

Psychisches Glück wird erfahren über glücklich erlebte Lebensumstände; die sich in der Maslow-Pyramide wieder finden. Es geht dabei weitest gehend um die Befriedigung der eigenen Bedürfnisse u. Intentionen. Zu finden in allen Büchern der Psychologie. 

Für eine Erfüllung muss dafür (m. E.) erst viel von der Außenwelt an die Psyche herangetragen werden. Die Psyche des Menschen ist dabei in einem stetigen Wechselspiel mit der vorliegenden Umwelt u. somit sich stets in größter Abhängigkeit befindend. Brechen dem Individuum vorliegend dienliche Lebensumstände weg, so kommt die große psychische „Depression“.

 

 

Seelische Erfüllung wird (m. E.) erlangt über die wahre Liebe; über das Beisammensein mit der wahren Liebe. Es findet in einer eigenen, seelischen Dimension statt. Ein seltenes menschliches Tor für den Zugang zu dieser Welt, u. a. wieder findend in einem weit verbreiteten Spruch: „Die Augen sind der Spiegel [zur] Seele“.

Sie, die seelische Dimension, liegt (m. E.) stetig um uns herum, ist überall vorhanden, aber nicht für uns mit bloßem Auge sichtbar. Um uns herum in den Gräsern, Pflanzen, Bäumen, Tieren und Menschen liegt sie. Sie ist nicht direkt im Reibungskontakt mit der physischen Dimension, in der sich Körper und Psyche befinden und bewegen. Ist aber (m. E.) ein wenig spürbar über das seelische Wesen der Person, wenn sie vor einem stehe. In Gedanken bei einer Person zu sein, besonders in Liebeszeiten, läuft (m. E.) über diese Dimension. Für uns Menschen wird der Zugang zu dieser Dimension relevant, wenn es um das Finden der wahren Liebe geht, in der (m. E.) der Schlüssel zur seelischen Erfüllung liegt.

 

 

Über eine glücklich erlebte Kindheit u. Jugend:

Ein anderer Weg zur nah-tastbaren Glückseligkeit ist sicherlich eine glücklich erlebte Kindheit u. Jugend. Mit ihr wird es nicht mehr schwer, im Erwachsenenalter ein „psychisch glücklicher Mensch“ zu werden. In derzeitig weitest gehend vorliegender (Leistungs-)Gesellschaft (Deutschland) wird übrigens der Zustand aufgrund der, über der damaligen Erlebung einer guten Kindheit u. Jugend, im Erwachsenenalter mehr oder weniger als (Eigen-)Leistung befunden (-> z. B. da leistungsfähig im Erwachsenenalter, keine Depression) und wiederum sozial-gesellschaftlich anerkannt. Dieses Phänomen liegt uns vor, in gesellschaftlichen Zeiten, in denen die Wettbewerbsfähigkeit in Bildung und Beruf weitest gehend über den Wert u. sozialen Stellenrang der Menschen entscheidet.

Aber es ist nur nah-tastbar. Schwierige Lebensumstände können diese Personen ebenso beuteln. Es geht für mich dennoch in Richtung psychisches Glück“, stellenweise mit Einfindung von Körperlichem (z. B. sich positiv entwickelnde Gehirnstrukturen in der Kindheit u. Jugend). In der Welt der Psychologie ist bekannt: mit einer schweren Kindheit u. Jugend finden Menschen im Erwachsenenalter nur noch selten den Zustand des „psychischen Glücks“.

 

 

Für mich stellen sich nun folgende ungelöste Kernfragen:

  • Was kann einem Individuum mehr empfohlen werden?

  • Was, wenn die wahre Liebe nie gefunden wird?

  • Was, wenn das psychische Glück nie realisiert werden kann – da in so großer Abhängigkeit von der Außenwelt? Findet sich vor uns sodann eine stetig trauernde bzw. traurige-angespannte Gestalt? Angespannt und stets traurig, da dem Individuum etwas Wichtiges fehlt?

  • Ist es überhaupt möglich, in einem Menschenleben alle drei Formen zu vereinen? Wie viel Zufallsglück, wie viel Eigeninitiative ist für eine Realisierung notwendig? Kann man den Menschen, die so etwas nie, oder nicht einmal ansatzweise erreichen, etwas vorwerfen?

 

Meine Schlussfolgerung:

 

Menschen werden in einem Akt der Liebe gezeugt und geboren.

(Mutter- u. Vater-)Liebe sorgen sodann dafür, dass Eltern ihre Kinder fürsorglich umsorgen, pflegen und behüten. So eine Verhaltensart ist die Grundlage für das grundsätzliche und zukünftige Fortbestehen der Spezies Mensch. Ohne Liebe gibt es daher keine Menschen.

 

Liebe bringt also alle Menschen auf den Weg, auf dem sie sich befinden – unabhängig von all jeglichen Lebensumständen, die ihnen im Leben begegnen werden. Wo „Liebe“ einen so großen, und ursprünglichen, im Wesen der Spezies verankerten, Stellenwert innehat, obliegt (m. E.) möglicherweise die Erreichung des höheren (Lebens-)glücks.

Ich denke daher, dass im Finden der wahren Liebe und dem Beisammensein mit ihr/ihm letzten Endes die Erreichung des größeren Glücks liegt.

 

Neben psychischen und körperlichen Einflüssen ist es die Seele, die wir Menschen sind. Es ist etwas von uns, dass möglicherweise noch nach dem Tode bestehen bleibt, mit Verweis auf den Glauben der Reinkarnation im Buddhismus. Vielleicht, sogar sehr vielleicht, haben wir alle schon einmal vor Jahrhunderten gelebt, und wurden nur wieder geboren, in einem Akt der Liebe.

 

 

Nachträgliche Anmerkungen:

 

Der Weg der Liebe ist bei Weitem nicht stetig der einfache Weg. Einfacher kann es Zuweilen sein, sich im Leben auf die Erreichung des „psychischen Glücks“ zu fokussieren. Es ist der einfachere Weg, vor allem ist er planbar, in Form der Gestaltung der Lebensverhältnisse, und von jedem Individuum (i. d. R. in einem gewissen Rahmen) mehr beeinflussbar. Das "psychische Glück" verschafft einem Menschen überwiegend stabilere Lebensverhältnisse u. eine stabilere emotionale Lage; besonders, da keine so tief gehenden Verletzungen der Seele möglich sind.  Weiter sieht sich das Verfolgen des Liebesweges bei den Menschen oft nicht vereinbar mit eigenen kognitiven Mustern - den eigenen Lebensumständen, Bedürfnissen und Wünschen. So z. B., wenn sich von der sozialen Stellung her (z. B. Bildungsgrad oder Einkommen) ein Partner auf Augenhöhe gewünscht wird; und aufgrund dessen sich der Mensch zur Negation einer potenziell interessierten Person entscheidet; möglicherweise der Richtigen, aus seelischer Sicht. Das Folgen des Herzens ist zuweilen (m. E.) mit größerem emotionalen Risikopotenzial verbunden: Im Pfad zur hohen Glückseligkeit (des Herzens), mag ebenso bei Misslingen oder Ablehnung, der tiefere Fall in die seelische Trauer liegen.

 

 

Autor: Eric Funke; 11.04.2020